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Wer am Set einmal ohne Kabel gedreht hat, will nicht mehr zurück: kein Stolpern über SDI-Strippen am Gimbal, keine festgeklebte Regie an der Kamera, kein Umbau für jede neue Achse. Doch Funkstrecke ist nicht gleich Funkstrecke. Zwischen 138 Euro Einstieg und Verleih-Standard liegen Welten in Latenz, Funkband, Anschlüssen und Workflow.
Stand vergleichen wir bei Setfunk die vier spannendsten Systeme aus unserem Sortiment lineup gegen lineup: Accsoon CineView Nano, Accsoon CineView SE, Teradek Bolt 6 LT 750 und Vaxis Storm 1000s. Alle vier senden Bild vom Kamerasender zum Empfänger an Regie, Fokus oder Video Village – aber für völlig unterschiedliche Jobs.
Faustregel vom Set: Geht es um Schärfe, zählt jede Millisekunde – dann Bolt 6 oder Storm. Geht es um Bildkontrolle für Regie und Kunde, reicht Accsoon locker.
| System | Auflösung / Latenz | Reichweite | Funk / Anschlüsse | Für wen ideal |
|---|---|---|---|---|
| Accsoon CineView Nano | 1080p60, ca. 60 ms | bis 150 m (Sichtlinie) | Dualband, HDMI In, USB-C / DC / NP-F, App + bis 4 RX | Solo, Gimbal, Creator |
| Accsoon CineView SE | 1080p60, ca. 50 ms | bis 350 m (Sichtlinie) | Dualband 2,4 + 5 GHz (RTMS), HDMI + SDI, Loop, App + 4 RX | kleine Teams, Doku, Indie |
| Teradek Bolt 6 LT 750 | 4K, unter 1 ms Zero-Delay | bis 750 ft / ca. 228 m (Sichtlinie) | 5 GHz + 6 GHz (U-NII-5), AES-256, SDI + HDMI, Multicast an bis zu 6 RX | Focus Puller, DIT, Verleih |
| Vaxis Storm 1000s | 1080p, Near-Zero-Delay visuell verlustfrei | ca. 350 m (Sichtlinie) | 5 GHz Profi-Funk, SDI + HDMI mit Loop-out und Cross-Conversion, Metallgehäuse | Regie, Video Village, Broadcast |
Der CineView Nano ist kaum größer als eine Streichholzschachtel und wiegt fast nichts. Genau dafür ist er gebaut: auf Sony FX3, FX6 per HDMI, auf DJI RS 3 Pro oder leichtem Slider, wo jedes Gramm über Handling entscheidet. 1080p60 mit rund 60 ms Verzögerung merkst du in der Regie nicht, nur am Follow-Fokus wäre das zu viel.
Stärke im Alltag: lüfterlos – also kein Lüftergeräusch bei Interviews –, Strom über NP-F, DC oder USB-C-Powerbank, Monitoring per Accsoon SEE-App auf dem Handy. Wer zu zweit dreht, hängt einen Empfänger an den Regiemonitor und schaut parallel auf zwei iPhones mit. Für 150 m Hinterhof, Hochzeitssaal oder Messe reicht das völlig. SDI sucht man hier vergeblich: reines HDMI-System.
Der CineView SE ist unser meistgefragtes Set für gemischte Teams. Warum? Er spricht beide Sprachen: HDMI und SDI, mit Loop-through an Sender und Empfänger, dazu Dualband 2,4 + 5 GHz mit automatischem Hopping (RTMS). In vollen Locations – Hotel mit 80 WLANs, Messehalle, Innenstadt – hält er deutlich stabiler als reine 5-GHz-Billigstrecken.
Mit ca. 50 ms Latenz und bis zu 350 m Sichtlinie deckt er Doku, Corporate, Konzert und Indie-Spielfilm ab. Bis zu vier Empfänger plus Smartphones per App bedeuten: Kameraassistent, Regie, Kunde und Ton schauen gleichzeitig, ohne viermal Hardware zu mieten. Strom ebenfalls flexibel per NP-F, DC oder USB-C. Wer SDI-Kameras wie FX9, C300 III oder Blackmagic einsetzt und trotzdem budgetbewusst bleiben will, landet fast immer hier.
Der Bolt 6 LT 750 Transmitter spielt in einer anderen Liga. Teradek überträgt nicht per WiFi, sondern per eigenem JSCC-Chipsatz visuell verlustfrei mit unter 1 ms Latenz. Für den Focus Puller am WCU-4, für den DIT mit SmallHD-Monitor und für jede ARRI mit Metadaten-Übertragung ist das der Unterschied zwischen scharf und Ausschuss.
Neu bei Bolt 6: zusätzlich zum 5-GHz-Band das 6-GHz-Band (U-NII-5). Auf Festivals, in Stadien oder im Studio-Komplex, wo 5 GHz längst dicht ist, findest du oben noch freie Kanäle. Dazu AES-256-Verschlüsselung, Multicast an bis zu sechs Empfänger, Kamera-Start/Stopp und Timecode-Weitergabe je nach Kamera. Die LT-Serie ist die leichte, kompakte Bolt-6-Variante – als generalüberholte (Refurbished) Einzel-Sender-Einheit der günstigste Einstieg in den echten Verleihstandard. Reichweite 750 ft, also rund 228 m Sichtlinie, in 4K HDR. Wer schon Bolt-Empfänger, Sidekick-Module oder SmallHD-Bolt-Monitore hat: Bolt 6 bleibt abwärtskompatibel im Ökosystem.
Praxis-Tipp: Plane Strom sauber ein. Am Set läuft Bolt 6 meist über V-Mount / Gold-Mount oder Barrel-Adapter. Passend dazu führen wir die Teradek Pro Battery Plate 26V Gold-Mount und die Barrel Battery Adapter Plate für Canon BP-Akkus – gerade bei dieser Sender-Einheit Gold wert, weil du ohne saubere 2-Pin-Versorgung schnell ins Flackern kommst.
Die Vaxis Storm 1000s ist das Arbeitstier für Regie-Monitoring auf Distanz. Ebenfalls Near-Zero-Delay und visuell verlustfrei in 1080p, aber mit anderem Fokus als Bolt: SDI + HDMI mit Loop-out und Cross-Conversion an Sender und Empfänger, Metallgehäuse mit Statusdisplay, Mehrkanal-Scan und Multicast innerhalb der Storm-Familie.
In der Praxis heißt das: Kamera gibt SDI aus, Sender loopt zum Onboard-Monitor durch, Empfänger im Village gibt HDMI an den 55-Zöller und SDI an den DIT-Rekorder – ohne extra Konverter. Rund 350 m Sichtlinie sind für Außenmotive, Sport und Broadcast-Zuspielung realistisch, solange du Antennen frei aufstellst und nicht durch Stahlbeton funken willst.
Ein Wort zur Bildqualität: Accsoon komprimiert spürbar (H.264), aber sauber für Kontrolle. Teradek und Vaxis wirken am 7-Zoll-Referenzmonitor sichtbar ruhiger in Verläufen und Kanten – wichtig für DIT und Color-Entscheidungen am Set.
Nicht jeder am Set braucht einen 1.000-Nits-Funkmonitor. Für Kunde, Script oder Ton reicht oft das iPad in der Hand. Genau dafür gibt es bei uns die Adapter-Familie: Der Accsoon SeeMo HDMI-auf-USB-C Adapter macht aus iPhone oder iPad einen 1080p60-Monitor mit Recording und Streaming, der SeeMo 4K legt mit 4K30-Capture nach. In Kombination mit dem PowerCage Mini für iPad mini 6/7 hast du ein leichtes Director’s Village für die Jackentasche – Strom per NP-F, festes Rig statt wackeligem Handygriff.
So sieht ein typisches 3-Personen-Setup 2026 aus: CineView SE an der Kamera, ein Hardware-Empfänger am Regiemonitor, zwei iPads per SeeMo am Empfänger-Loop oder per App. Kosten bleiben im Rahmen, alle sehen dasselbe Bild.
Noch unsicher? Frag dich: Wer schaut zu und wer stellt scharf? Nur Zuschauer = Accsoon. Schärfe drahtlos = Teradek oder Vaxis. Dann noch Anschlüsse checken (nur HDMI? Muss SDI!), Drehort ehrlich einschätzen (Altbauwohnung vs. Messehalle) und Akku-Plan dazu legen – dann sitzt die Funkstrecke beim ersten Take.
Alle Angaben zu Reichweite und Latenz Herstellerwerte bei freier Sicht, gemessen ohne Hindernisse und Störer. Im echten Drehalltag 20–30 % Reserve einplanen, Kanäle scannen und Antennen immer hoch und frei positionieren.
Nein. Sender und Empfänger müssen aus derselben Familie stammen. Innerhalb der Familie geht oft mehr: CineView-Geräte sind untereinander weitgehend kompatibel, Bolt 6 arbeitet mit Bolt 4K / Bolt-Empfängern und Monitor-Modulen, Storm nur mit Storm.
Für Regie, Bildgestaltung und Doku ja. Für drahtlosen Follow-Fokus und Live-Schwenk per Handrad nein – da brauchst du unter 1 ms wie beim Bolt 6 oder Near-Zero-Delay wie bei Storm.
Freies Spektrum. Wo 2,4 und 5 GHz durch WLAN, LED-Wände und andere Gewerke voll sind, funkt Bolt 6 oben noch ungestört. Gerade in Arenen, Studios und Innenstädten der kaufentscheidende Vorteil gegenüber reinen Dualband-Systemen.
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